Liebe Eltern!


Die AHS als Schulform und unser Gymnasium im Speziellen sind heiß begehrt. Die Kennzahlen sprechen nach allen - oder besser - trotz aller Neuerungen im Bildungswesen für sich: die AHS schnitt bei der letzten Bildungsstandard-Testung im Fach Englisch (wenig überraschend) besser ab als Hauptschule und Neue Mittelschule (NMS). Dass Letztere – trotz erheblicher finanzieller Investitionen – kein besseres Ergebnis als das Auslaufmodell Hauptschule erreicht, war eigentlich überraschend. Die Anhänger des Gymnasiums fühlen sich jedenfalls bestätigt. Unser BG Hollabrunn sieht eine starke Nachfrage, und gibt es für das nächste Schuljahr eine Rekordzahl an Anmeldungen für die ersten Klassen.

 

Die AHS ist also ein anerkannt hochqualitativer, und dabei der schnellste Weg zur Matura, der neben dem sprachlichen oder realistischen Bildungsschwerpunkt sehr gute Allgemeinvoraussetzungen für eine fokussierte Berufsausbildung und einen erfolgreichen Berufs- und Lebensweg bietet, vom Universitätsstudium bis zur Lehre.

 

Apropos Matura - heuer feierte die Zentralmatura österreichweit Premiere. Bedingt durch die diversen Ereignisse im Vorfeld dieser grossen Neuerung im österreichischen Schulsystem war die Nervosität groß. Die schriftliche Zentralmatura lief aber reibungslos ab, auch an unserer Schule haben Lehrer, Schüler und auch die Eltern diese Feuerprobe hinsichtlich Belastbarkeit und der gelieferten Qualität sehr gut gemeistert.

 

Mit der bestandenen Reifeprüfung ist für jeden Maturanten und seine Eltern die Frage verbunden, was nun nach der verdienten Sommerpause kommt. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich darüber klar zu werden, in welche Richtung die Berufsausbildung idealerweise gehen soll, wo und wie diese erlangt werden soll.

 

Allerdings stellt sich die Richtungsfrage in der AHS den Schülern und Eltern ja schon in der Unterstufe, wenn es um die Entscheidung geht, welche Schulform nach der 8. Schulstufe die bestgeeignete ist. Laut einer kürzlich durchgeführten Studie des Instituts für Jugendkulturforschung gaben 51 Prozent der befragten niederösterreichischen AHS Schüler an, dass sie sich mehr Beratung über Bildungs- und Auswahlmöglichkeiten nach der 8. Schulstufe wünschen.

 

Bildungs- und Berufsorientierung müssen ein Fixpunkt im Leistungsangebot der AHS sein, und zwar zweimal, zuerst gegen Ende der Unterstufe, und dann in der Oberstufe mit dem spezifischen Fokus auf die Möglichkeiten nach der AHS-Matura. Wir Eltern haben bei der Entscheidung der bestgeigneten Ausbildungsform für unsere Kinder natürlich auch aktiv mitzuwirken. Dieses Thema ist zu heikel, um bloß aus den Ergebnissen von Standardtests und punktuell erfolgten Beratungsgesprächen das beste Ergebnis für die wichtige Entscheidung des Bildungsweges abzuleiten.

 

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Frau Direktor Kadletz und allen Lehrern, bei der Schülervertretung und bei den Eltern für die gute Zusammenarbeit, und wünsche ich Ihnen allen einen schönen Sommer!

 

Mag. Alexander Strobl